Elektrifizierung der Wirtschaft: Warum EVU jetzt näher an ihre Geschäftskunden rücken müssen
Die Elektrifizierung der Wirtschaft wird für Industrie, Gewerbe und kommunale Kunden immer konkreter. Was lange wie ein langfristiges Klimaziel klang, landet inzwischen in Investitionsplänen, Standortstrategien und Kundengesprächen. Unternehmen prüfen, welche Prozesse künftig noch mit fossilen Energieträgern laufen können, wo Strom zur Alternative wird und welche Infrastruktur dafür nötig ist.
Der Handlungsdruck steigt. Deutschland bleibt auf Klimaneutralität bis 2045 verpflichtet. Für viele Unternehmen heißt das: Sie müssen ihre Energieversorgung in weniger als zwei Jahrzehnten grundlegend umbauen. Dabei geht es längst nicht nur um Bürogebäude oder Beleuchtung. In der Industrie steht Prozesswärme im Mittelpunkt, bei Gewerbekunden rücken Ladeinfrastruktur, Speicher und Eigenstrom in den Fokus, bei Kommunen spielen Wärmenetze und Standortentwicklung eine größere Rolle.

Genau hier liegt die Herausforderung für Energieversorger. Die Elektrifizierung folgt keinem einheitlichen Muster. Ein Chemiepark braucht andere Lösungen als eine Brauerei, ein Flughafen andere als ein Gewerbegebiet. Mal geht es um Dampf und Prozesswärme, mal um E-Lkw-Laden, Photovoltaik, Speicher, Fernwärme oder Energiemanagement.
Für EVU entsteht daraus ein neues vertriebliches Aufgabenfeld. Wer Geschäftskunden künftig nur als Strom- oder Gasabnehmer betrachtet, greift zu kurz. Entscheidend wird, die konkreten Energieanwendungen des Kunden zu verstehen: Welche Prozesse benötigen Wärme? Wo entstehen Lastspitzen? Welche Anlagen stehen vor Ersatzinvestitionen? Wo begrenzt der Netzanschluss den nächsten Schritt?
Aus diesen Fragen entstehen neue Leistungen. Standortanalysen, Elektrifizierungsfahrpläne, Netzanschlusskonzepte, Contracting-Modelle, Power-to-Heat-Lösungen, PPAs, Speicher, Ladeinfrastruktur und Energiemanagement werden stärker zusammenwachsen. Der Wettbewerb beginnt dabei nicht erst, wenn ein Kunde ein fertiges Projekt ausschreibt. Er beginnt früher – im Gespräch über den künftigen Energiebedarf des Standorts.
Im aktuellen B2B-Wettbewerbsreport analysieren wir, warum die Elektrifizierung der Wirtschaft für EVU zum strategischen Geschäftskundenthema wird, welche Hürden Unternehmen derzeit bremsen und welche neuen Leistungen entlang der Elektrifizierungsreise entstehen.
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Über den B2B-Wettbewerbsreport
Mit dem B2B-Wettbewerbsreport erhalten Sie exklusive Inhalte zur Markt- und Wettbewerbsentwicklung im Energiemarkt rund um das B2B-Segment. Der Report analysiert monatlich die wesentlichen Entwicklungen im Gewerbe- und Industriekundensegment im deutschen Strom- und Gasmarkt sowie im Energiedienstleistungsmarkt. Der Fokus liegt auf der Markt- und Wettbewerbsentwicklung, den Aktivitäten direkter und indirekter Wettbewerber, den Marketing- und Vertriebsaktionien sowie Trends, Innovationen und Digitalisierung.
Darüber hinaus untersuchen wir im Rahmen eines monatlich wechselnden Schwerpunktthemas detailliert für das B2B-Segment relevante Themen wie den Direktvertrieb im Geschäftskundensegment, die Digitalisierung im B2B-Vertrieb oder Flexibilität in der Energieversorgung.
Der Report kombiniert dabei ein monatlich erscheinendes PDF im PowerPoint-Format mit einem benutzerfreundlichen Online-Portal. Dieses ermöglicht Ihnen den schnellen Zugriff auf aktuelle Meldungen, eine Recherchefunktion und die Erstellung eines individuellen Dashboards. So behalten Sie mühelos den Überblick und können fundierte Entscheidungen für Produktentwicklungen und Vertriebsstrategien treffen.
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